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TATORT RLT | Teil 12: Zufallsfund auf dem Weg zur Instandhaltungsmesse in München

Eigentlich sind wir wegen der Instandhaltungsmesse in München. Am Vorabend finden wir jedoch einen brandschutztechnisch relevanten Zufallsfund.

Auf dem Weg zur Instandhaltungsmesse schlenderten wir am Vorabend durch ein Einkaufszentrum in der Metropolregion München. Die offen verlegte Lüftungstechnik fiel uns natürlich sofort ins Auge. Beim näheren hinsehen entdeckten wir zunächst einige handwerkliche Ausführungsfehler. Deutlich kritischer waren jedoch mehrere sichtbar mangelhafte Brandschutzklappen.

Verbaut wurde eine SCHAKO BK-188 mit dem Prüfzeichen PA-X 188.

Zur Einordnung: In der „Handlungsempfehlung zum Umgang mit asbesthaltigen Brandschutzklappen“ des Gesamtverbands Schadstoffsanierung e. V. wird PA-X 188 bereits ab Produktionsbeginn in der Kategorie „ohne Asbest-Bauteile“ geführt. Die Übersicht ist eine gute Grundlage zur ersten Identifizierung und Einordnung älterer Brandschutzklappen verschiedener Hersteller.

Asbest ist bei diesem Modell also nicht das erkennbare Problem. Der Einbauzustand dagegen schon. Die Brandschutzklappe ist sichtbar aus dem Mörtelbett herausgebrochen. Laut Einbauanweisung muss sie spannungsfrei und umlaufend vollständig eingemörtelt oder einbetoniert sein. Davon kann hier keine Rede mehr sein.

Auch der elastische Stutzen wirkt auffällig kurz und stramm eingebaut. Ob er im Brandfall noch ausreichend Bewegungen aufnehmen und eine schädliche Kraftübertragung auf die Klappe verhindern kann, ist mindestens fraglich.

Zusätzlich fehlt die elektrisch leitende Überbrückung des elastischen Stutzens. Die damalige Einbauanweisung fordert beim Typ BK-188 ausdrücklich eine leitende Verbindung zwischen Brandschutzklappe und Luftleitung.

Aus einem entspannten Abend vor der Messe wurde damit ungeplant der nächste Tatort RLT.